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Hausaufgabenkonzept

Immer wieder gibt es Nachfragen zu den Hausaufgaben. Daher sind in dem hier vorgestellten verbindlichen Konzept unserer Schule alle grundlegenden Gedanken, Vereinbarungen und Rechtsvorgaben zu dieser komplexen Thematik zusammengefasst.


Hausaufgaben sind Aufgaben für Kinder. Sie lernen dabei, selbstständig zu arbeiten, zu üben oder sich auf den Unterricht vorzubereiten. Viele Eltern wollen ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen. Das ist verständlich, erschwert es dem Kind möglicherweise aber, selbstständig zu werden. Hinzu kommt, dass die Lehrkraft den Eindruck gewinnt, die Kinder könnten etwas allein, was sie in Wirklichkeit nur mit Hilfe der Eltern geschafft haben. Das kann sich zum Nachteil der Kinder auswirken.

Die Zeit für die Hausaufgaben in den Klassen 1 und 2 sollte 30 Minuten, in den Klassen 3 und 4 nach dem neuen Hausaufgabenerlass 45 Minuten nicht übersteigen, es sei denn, die Kinder sind von einer besonders anregenden Aufgabe so gefangen, dass sie aus eigenem Antrieb noch weiter daran arbeiten wollen. Nicht immer ergibt sich aus dem Unterricht eine sinnvolle Hausaufgaben. Dann haben die Kinder keine Aufgaben zu erledigen.”(Quelle: http://www.bildungsportal.nrw.de)

1. Lehrerinnen und Lehrer

Aus der täglichen Beobachtung im Unterricht wird deutlich, dass Kinder unterschiedlich lange Zeit für ihre schriftlichen Arbeiten benötigen. Hausaufgaben müssen so gestellt werden, dass jedes Kind sein Pensum in der Zeitvorgabe schaffen kann.

Hausaufgaben sollten weder in der Schule noch zu Hause zum Problem werden.

Folgende Vereinbarungen zum Thema “Hausaufgaben” wurden getroffen:

Damit die Kinder ihre Hausaufgaben selbstständig bearbeiten können und die Elternhilfe auf ein Minimum reduziert wird, sollen die Aufgaben aus bekannten Übungsformen bestehen. Sie können ggf. abhängig von der individuellen Leistungsfähigkeit differenziert nach Umfang und Schwierigkeit gestellt werden.

Um die Aufgabenstellung für Kinder, Eltern und Betreuerinnen transparent zu machen, werden Hausaufgaben i. d. R. schriftlich festgehalten (z. B. Hausaufgabenheft, Wochenpläne…).

Hausaufgaben werden im Unterricht erklärt, so dass alle Kinder Zeit genug haben, diese aufzuschreiben und eventuell Fragen zu stellen.

Hausaufgaben werden in der Regel kontrolliert und bei Bedarf mit Kommentaren und weiterführenden Erklärungen versehen.

2. Eltern

Eltern sollten Interesse für die schulische Arbeit ihres Kindes zeigen und ihm Aufmerksamkeit schenken, wenn es über die Schule erzählt. Gemeinsames Anschauen der Schul- und Hausaufgabenhefte und Unterhalten über den aktuellen Unterrichtsstoff sind wünschenswert. Der Bereich Hausaufgaben liegt grundsätzlich in der Verantwortung der Eltern und beinhaltet eine tägliche Überprüfung auf Vollständigkeit.

 Zur konzentrierten Erledigung der Hausaufgaben benötigen die Kinder eine ruhige, ablenkungsarme Umgebung (kein Fernseher, keine lauten Gespräche oder spielende Geschwister im Raum). Auch ein ordentlicher Schreibtisch ist eine gute Voraussetzung für zügiges Arbeiten.

Hausaufgaben sollten ihren festen Platz im Tagesablauf haben, der gemeinsam mit dem Kind festgelegt wird.

Die Hausaufgaben sollen selbstständig erledigt werden. Im 1. Schuljahr ist es jedoch durchaus sinnvoll, in der Nähe des Kindes zu sein und ggf. Hilfestellungen zu geben. Ab den weiteren Schuljahren sollte sich die Unterstützung der Eltern im Wesentlichen auf die Kontrolle der Ergebnisse beschränken. Eine weitere, angemessene Unterstützung durch die Eltern könnte sein: beim Nachschlagen in Wörterbüchern oder Lexika zu helfen, bei Internetrecherchen zu begleiten, Kopfrechenaufgaben zu stellen, Lesen zu üben und beim Auswendiglernen von Gedichten zuzuhören.

Bei extremen Abweichungen von den empfohlenen Arbeitszeiten sollten die Eltern mit der Klassenlehrerin/ dem Klassenlehrer Kontakt aufnehmen.

Hausaufgaben unter Druck und Tränen prägen sich negativ ein – sie fördern Lernblockaden und bringen keinen Lernerfolg!

Eltern können ihre Kommentare (Umfang, Dauer, Schwierigkeiten, Selbstständigkeit) zu den Hausaufgaben im Hausaufgabenheft, auf dem Wochenplan oder unter den Hausaufgaben abgeben, um so eine direkte Rückmeldung zu leisten.

Hausaufgaben haben grundsätzlich Vorrang. Nur wenn die Hausaufgaben wegen besonderer Ereignisse (z. B. Arztbesuch), nicht oder nur unvollständig erledigt werden konnten, muss eine schriftliche Notiz der Eltern erfolgen.
Die Hausaufgaben werden dann in Absprache mit der Lehrerin nachgeholt.

Hausaufgaben gibt es von Montag bis Donnerstag. Am Freitag werden nur noch ggf. fehlende Hausaufgaben nachgeholt. Dieser Tag kann auch für Leseübungen und das Üben des Einmaleins genutzt werden.

 3. Hausaufgaben in der OGS - Hausaufgabenbetreuung

Die Hausaufgaben liegen auch für diese Kinder grundsätzlich in Verantwortung der Eltern. Die Betreuerinnen helfen den Kindern im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Die Überprüfung auf Vollständigkeit geschieht im Elternhaus.

Hausaufgabenzeiten in der OGS sind:

1.     Gruppe: 12:40 bis 13:20 Uhr

2.     Gruppe: 13:20 bis 14:00 Uhr

3.     Gruppe: 14:00 bis 15:00 Uhr

Hausaufgabenbetreuung ist keine Nachhilfe! Die Betreuerinnen beaufsichtigen die Kinder bei der Arbeit und geben ihnen Hilfestellung bei Fragen.

Sie achten bei der Erledigung der Hausaufgaben auf die Einhaltung der absoluten Arbeitsruhe.

Alle Kinder werden durch die Betreuerinnen angehalten, die ihnen für die Erledigung der Hausaufgaben zur Verfügung stehende Zeit vollständig auszunutzen.

Bei auftretenden Problemen wenden sich die Betreuerinnen möglichst schnell an die zuständige Lehrerin oder den zuständigen Lehrer oder geben schriftlich kurz Rückmeldung.

 Hat ein Kind, trotz Ermahnungen und Unterstützung seitens der Betreuerinnen seine Hausaufgaben während der Hausaufgabenzeit nicht geschafft (Trödeln, Träumen, Verweigern, Quasseln…), werden die Eltern informiert.

Zur Beurteilung des Arbeitsverhaltens erhalten die Kinder eine Rückmeldung in Form eines Stempels in das Hausaufgabenheft oder auf dem Wochenplan.

Die Betreuerinnen in der OGS behalten sich vor, Kinder, die sehr stark stören, zeitweise von der Hausaufgabenbetreuung auszuschließen.

An manchen Tagen kann es sein, dass für einige Kinder das ausgewählte Angebot beginnt, obwohl sie die Hausaufgaben noch nicht erledigen konnten. Dann müssen die Aufgaben zu Hause bearbeitet werden.

 

Stand: August 2015